James Dean

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit nur drei Filmen ist James Dean zum Idol geworden und über die Jahrzehnte hinaus geblieben. Sein früher Unfalltod löste einen Kult aus, der nur mit dem um Rudolfo Valentino oder River Phoenix vergleichbar ist und sich bis heute fortsetzte.Elia Kazan hat den hochbegabten, sensiblen jungen Schauspieler entdeckt. In Kazans John-Steinbeck-Verfilmung „Jenseits von Eden“ (1955) spielt er den jungen Cal, der sich nach der Liebe seines Vaters sehnt. Doch der Vater liebt nur Aaron, und so kommt es zur alttestamentarischen Tragödie.

Sein erster Film bringt dem jungen James Dean sofort Weltruhm ein. Kazan löst aus dem breit angelegten Epos eine Episode, die sich innerhalb weniger Monate in Kalifornien 1917 abspielt: Der Erste Weltkrieg hat seine Spuren eingegraben. Der Farmer Adam Trask führt Haus und Hof einsam, verbittert und unnahbar, vor allem für seinen Sohn Cal, der sich nach Liebe und Anerkennung sehnt. Immer stärker kommt es zum offenen Konflikt zwischen den Generationen. Kazan gibt ein bitteres, mitleidloses Bild vom Amerika nach dem Ersten Weltkrieg.

„Denn sie wissen nicht, was sie tun“ entstand 1955 unter der Regie von Nicholas Ray. Neben James Dean spielen Natalie Wood und Sal Mineo. Diese jungen Rebellen kommen nicht aus den Arbeiter- oder Schwarzen-Ghettos. Die Eltern haben Geld und Einfluss. Der junge Jim Stark befürchtet, einmal so angepasst zu sein wie sein Vater. Deshalb schlägt er immer wieder über die Stränge. Seine Eltern sind deshalb gezwungen, von Ort zu Ort zu ziehen, um nur ja nicht aufzufallen. Der Film spiegelt so viel vom Zeitgeist der 5oer Jahre wieder, daß James Dean damit zum Idol der Jugend wurde.

James Deans letzter Film, „Giganten“, wird kurz vor seinem Tod abgedreht. George Stevens inszenierte das überlange Epos mit Stars wie Rock Hudson und Elizabeth Taylor. Das Leben im Rinder- und Weideland Texas ändert sich drastisch, als dort riesige Ölquellen gefunden werden. Geschäftemacher und Neureiche verdrängen die Rancher. In dieser Umbruchsphase spielt der Film: Der mächtige Rancher Bick und seine Frau Leslie verstehen erst mühsam, daß aus ihrem grünen Texas allmählich ein Industriegebiet wird. Bei ihnen arbeitet auch Jett Rick (James Dean), der durch eine Erbschaft zu einem Stück Land gekommen ist, das ihn – wegen der großen Ölfunde – zum Millionär macht. Doch man liebt ihn nicht. Trotz konventioneller Regie, endlos langer Dialoge und der herkömmlichen Moral von den guten alten Werten kann diese Art von epischen Dramen schon faszinieren. Vor allem entfaltet James Dean in diesem letzten Film die ganze Palette seines Könnens.

James Dean studierte zunächst Jura und ging dann auf Lee Strasbergs Actor’s Studio, wo er auch bei Kazan Unterricht hatte. Er dreht Werbespots, hat kleine Rollen in Filmen wie Samuel Fullers „Fixed Bayonets“ (1951) und der Hal-Walker-Klamotte „Seemann, paß auf“ (1951) mit Jerry Lewis und Dean Martin. Das rebellische Wesen, das James Dean in seinen Filmen an den Tag legt, gehört zu seinem persönlichen Image: er ist schon früh ein Getriebener, Unsicherer, Hektischer, einer aus der Gang von Nicholas Rays Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Im Alter von nur 24 Jahren raste er mit seinem Porsche in den Tod. 
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