Leonardo da Vinci

Der italienische Maler, Bildhauer, Architekt und Naturwissenschaftler gilt als Universalgenie, in dessen Werk sich Kunst, Philosophie und Naturwissenschaften auf einzigartige Weise miteinander verbanden. Er war Schöpfer zahlreicher der bedeutendsten Meisterwerke der Malerei, wie etwas „Das letzte Abendmahl“, entstanden zwischen 1495 und 1498 oder der „Mona Lisa“ entstanden zwischen 1503 und 1506. Eine große Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Maschinen, Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen, fanden keine Realisierung. Tun und Erkennen waren für ihn gleichermaßen wichtig. Er schöpfte seine Kraft aus der Malerei, die er als Königin aller Wissenschaften bezeichnete. Leonardo da Vinci leitete mit seinen vielfältigen Forschungen und Erfindungen zugleich von der ausgehenden Renaissance zum wissenschaftlich-technischen Fortschritt der Neuzeit über.

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 als unehelicher Sohn des Notars Ser Piero und des Bauernmädchens Catarina in Vinci unweit von Florenz geboren.

Sein Namenszusatz „da Vinci“ war kein Familienname, er bedeutet aus Vinci. Der Geburtsort Vinci ist ein Kastell bzw. befestigtes Hügeldorf und liegt im Florentiner Territorium nahe Empoli. 1469 siedelte da Vinci nach Florenz über, wo er die florentinische Periode seiner künstlerischen Tätigkeit aufnahm, die bis 1482 dauerte. 1472 war er bereits in der Malergilde eingeschrieben. In dieser Zeit schuf Leonardo seine ersten, bis heute bekannten Gemälde. Wegen seiner Homosexualität zog er sich aber auch eine Anklage wegen „Sodomie“ zu, die 1476 mit einem Freispruch endete.

Während seiner lombardischen Schaffensperiode von 1482 bis 1499 hielt er sich in Mailand auf, wo er am Hofe Herzogs Ludovico Sforza eine rege Tätigkeit als Maler und Architekt entfaltete. Hier entstanden Leonardos Meisterwerke wie etwa „La Vergine delle Rocce“ (Louvre, Paris) oder „Il Cenacolo“ (Kloster Santa Maria delle Grazie, Mailand), d. h. respektive die „Felsengrottenmadonna“ und das „Abendmahl“. In Mailand unternahm Leonardo da Vinci außerdem intensive physikalische, naturwissenschaftliche und Architekturstudien, die sich in zahlreichen Entwürfen und technischen Zeichnungen niederschlugen.

Nach dem Sturz seines fürstlichen Mäzens musste da Vinci 1500 die Stadt verlassen. Während des nachfolgenden 16jährigen Nomadenlebens kehrte er nach Aufenthalten in Mantua und Venedig zunächst 1501 nach Florenz zurück, wo er sich auch von 1503 bis 1508 als Maler betätigte. Hier schuf er das berühmte Bild „La Gioconda“ (Louvre, Paris), für das ihm Monna Lisa, die Gattin des Bankiers Giocondo, Portrait stand. Zwischenzeitlich kehrte er von 1506 bis 1513 auch nach Mailand zurück. von 1513 bis 1516 hielt er sich im Dienste von Giuliano de‘ Medici, dem Sohn von Lorenzo il Magnifico und Bruder Papst Leos X., in Rom auf.

Hier betrieb er geometrische und geologische Studien. Mit seinem künstlerischen Talent schuf er einige der bedeutendsten Werke der europäischen Malerei. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Leonardo auf Einladung Franz I. von Frankreich ab 1516 im Schloss Cloux (heute: Clos-Lucé) bei Amboise, wo er im Dienste Franz I. einige Gemälde schuf, sich mit mathematischen und hydraulischen Studien beschäftigte und architektonische Projekte verwirklichte. Das Werk Leonardos ist das Ergebnis einer einzigartigen Verbindung von naturwissenschaftlichen Forschungen und künstlerischer Schaffenskraft. Durch seine bahnbrechenden Studien der Mechanik und Hydraulik erfand Leonardo da Vinci eine Vielzahl neuer Maschinen.

Seine anatomischen Forschungen trugen zur Durchsetzung eines neuen Menschenbildes bei.

Leonardo da Vinci starb am 2. Mai 1519 im Schloss von Cloux.

Darauf begann die Zerstreuung seines umfangreichen und vielseitigen Lebenswerkes, die bis heute anhält. Durch seine vielseitigen Tätigkeiten und Studien in fast allen Wissensbereichen verkörpert er die Idee vom in der Renaissance entwickelten Universalmenschen („uomo universale“). Er schöpfte seine Kraft aus der Malerei, die er als Königin aller Wissenschaften bezeichnete.

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