Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 als siebentes Kind des „Hochfürstlichen Salzburgischen Kammermusikus“ Leopold Mozart (1719-1787) und dessen aus St. Gilgen bei Salzburg stammenden Gattin Anna Maria Walpurga, geb. Pertl (1720-1778), geboren. Schon früh machte sich bei den beiden überlebenden Kindern Maria Anna, genannt „Nannerl“ (1751-1829) und insbesondere bei ihrem jüngeren Bruder Wolfgang Amadeus Mozart eine außerordentliche musikalische Begabung bemerkbar.

Sein eigenes musikalisches Schaffen schränkte der Vater zugunsten der Erziehung und Förderung seiner Kinder, Nannerl und Wolfgang Mozart weitgehend ein. Am 12. Januar 1762 begab sich Leopold Mozart mit seiner Familie zum ersten Mal auf Reisen, die er mit sehr viel Umsicht und Geschick geplant hatte.

Für Wolfgang begann eine Zeit des Reisens, eine Zeit der Ruhelosigkeit, die beinahe ein Drittel seines kurzen Lebens ausfüllen sollte und ihn an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit führte. In München und Wien feierte man große Triumphe. Im Sommer 1763 traten die Mozarts die große Westeuropa-Reise an, die sie über Deutschland, Belgien und Frankreich nach London führte.

Nachdem das Interesse an den „Wunderkindern“ nachgelassen hatte, war das Ziel der ersten italienischen Reise, das musikalische Rüstzeug in der Heimat der Musik zu erlernen und einen Kompositionsauftrag für eine Oper zu erhalten. Auf dieser Reise konnte Wolfgang Amadeus Mozart viele Erfolge erzielen: Zum einen wurde er in Bologna als Mitglied in die Academia Filarmonica aufgenommen, zum anderen wurde ihm von Papst Clemens XIV. (1705/1769-1774) der Orden vom Goldenen Sporn verliehen. Die Aufführung Mozarts erster für Italien komponierten Opera seria, „Mitridate, Re di Ponto“ KV 87 fand in Mailand außerordentlichen Beifall. Auch die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit 1769 unbesoldeter, seit 1772 besoldeter Konzertmeister der Salzburger Hofmusik war, blieb ohne Erfolg. Im Herbst des Jahres 1773 übersiedelte die Familie Mozart in das Haus am Hannibalplatz (heute Makartplatz 8, Mozart-Wohnhaus), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Violine und Konzerte für Klavier („Lützow-Konzert“ KV 246, „Jeunehomme-Konzert“ KV 271), „Il Re pastore“ KV 208 sowie Teile des „Idomeneo“ KV 366 entstanden.

Die politischen und gesellschaftlichen Neuerungen, die der Regierungswechsel von 1772 in Salzburg mit sich brachte – mit Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732/1772-1803/1812) kam ein moderner Fürst der Aufklärung an die Herrschaft – zwangen Mozart wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn – Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1779 mit einem Jahresgehalt von 450 Gulden als Hoforganist wieder in den Hofdienst aufgenommen -, der nach der erfolgreichen Aufführung des „Idomeneo“ Anfang Juni 1781 in München zum endgültigen Bruch mit dem Salzburger Erzbischof führte. Mozart versuchte in Wien, das für sein „Metier der beste Ort von der Welt“ zu sein schien, als freischaffender Künstler Fuß zu fassen und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist („Die Entführung aus dem Serail“ KV 384, „Der Schauspieldirektor“ KV 486, „Le Nozze di Figaro“ KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am 4. August 1782 heiratete er gegen den Willen seines Vaters Constanze Weber (1762-1842), der von der Nachwelt Verschwendungssucht, Gefühlskälte und nach dem Tode ihres Mannes Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen wurden.

Reisen führten Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Frau nach Salzburg (1783), 1787 zwei Mal nach Prag zur Prager Aufführung von „Le Nozze di Figaro“ und zur Uraufführung des „Don Giovanni“ KV 527. Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am 6. September 1791 in Prag uraufgeführten Krönungsoper „La Clemenza di Tito“ KV 621 und der „Zauberflöte“ KV 620 im Freihaustheater in Wien. Am 5. Dezember 1791 starb Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 35 Jahren an „hitzigem Frieselfieber“ in seinem Haus in der Rauhensteingasse, in dem er die „Zauberflöte“ und an seinem unvollendet gebliebenem „Requiem“ KV 626 komponierte.

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